Der Wundabstrich ist eine Methode zum Keimnachweis. Er sollte bei Verdacht, Gefahr oder Anzeichen einer Wundinfektion abgenommen werden. Dabei ist die richtige Entnahmetechnik des Abstriches wichtig.
Abstrichentnahmetechnik
Die Abstrichentnahme nach dem „Essener Kreisel“ scheint im Moment die aussagekräftigste Methode zu sein, eine relativ genaue Keimübersicht zu erlangen. Dabei beginnt man am äußersten Ende der Wunde und bewegt sich dann in kreisförmigen Bewegungen wie bei einem Schneckenhaus auf den Mittelpunkt der Wunde zu. Erste veröffentlichte Untersuchungen zu dieser Methode geben eine größereAnzahl der in der Wunde gefundenen Keime als bei einer anderen Abstrichentnahmetechnik an.
Die Abstrichentnahme erfolgt vor der Reinigung der Wunde. Zur besseren Keimbestimmung sollten ebenfalls Gewebematerial und/oder Eiter mit in das Abstrichröhrchen zur Mikrobiologie geschickt werden.
Die folgenden Bilder entstammen einem Vortrag auf dem EWMA-Kongress im Mai 2009 in Helsinki mit dem Titel " Comparative analysis of the colonisation of 50 patients with chronic leg ulcers with a new technique for bacterial smears". Das Copyright besitzt PD Dr. J. Dissemond.